Wie viel Sonnenlicht braucht eine Zimmerpflanze?

Für das Wachstum von Zimmerpflanzen ist Licht ein entscheidender Faktor. Aber nicht jede Pflanze braucht gleich viel davon. Der Lichtbedarf hängt von der Pflanzenart ab. Eine Bananenpflanze steht zum Beispiel am liebsten in direkter Sonne – genau wie in ihrer natürlichen Umgebung. Eine Monstera kommt besser mit indirektem Licht zurecht, und eine Dracaena mag am liebsten Halbschatten.

Bei so vielen verschiedenen Pflanzen und Lichtbedürfnissen ist es wichtig zu verstehen, was deine Pflanze braucht. Welche Art von Licht gibt es überhaupt bei dir zu Hause? Und passt dieses Licht zu deiner Pflanze? Wir helfen dir dabei, es herauszufinden.

Woran du erkennst, ob deine Pflanze zu viel oder zu wenig Licht bekommt

In den meisten Fällen zeigt dir eine Pflanze ziemlich deutlich, wenn sie nicht am richtigen Standort steht. Meistens erkennst du es an der Farbe der Blätter.

Zu viel Licht: Du siehst verbrannte Stellen auf den Blättern. Zuerst verfärben sie sich gelb und manchmal sogar braun an den Rändern.

Zu wenig Licht: Die Blätter – oder sogar die ganze Pflanze – hängen herab, um mehr Licht zu erreichen. Eine Alocasia Zebrina zum Beispiel bildet längere Blattstiele, um trotzdem an Sonnenlicht zu kommen. Neben diesem veränderten Wachstum kann sich die Entwicklung auch verlangsamen, weil der Pflanze schlichtweg Energie fehlt.

Was kannst du tun, wenn deine Pflanzen (vorübergehend) zu wenig Sonnenlicht bekommen?

Im Herbst und Winter sind die Tage kürzer und die Lichtintensität ist geringer. Pflanzen bekommen dann automatisch weniger Licht, vor allem wenn sie weiter vom Fenster entfernt stehen. Du kannst das ausgleichen, indem du deine Pflanzen näher ans Fenster stellst, am besten nach Süden oder Westen.

Dreh die Pflanzen regelmäßig, damit alle Seiten gleich viel Licht bekommen. Putz auch die Fenster, denn Staub und Schmutz verringern die Menge an Licht, die hineinfällt.

Wenn das natürliche Licht wirklich nicht ausreicht, kannst du Kunstlicht verwenden. Spezielle Pflanzenlampen mit einem vollständigen Lichtspektrum ahmen das Sonnenlicht nach und helfen deinen Pflanzen, gesund zu bleiben. Stell die Lampe in einem Abstand von etwa 30 bis 50 Zentimetern auf und lass sie 8 bis 10 Stunden pro Tag leuchten. So kannst du das Wachstum deiner Pflanzen auch in den dunklen Monaten unterstützen.

Die verschiedenen Lichtarten

1. Was ist direktes Sonnenlicht?

Direktes Sonnenlicht ist ungefiltertes Licht, das direkt durchs Fenster fällt. Sonnenliebende Pflanzen brauchen mindestens 5 Stunden davon am Tag, um gesund zu wachsen. Am besten stellst du sie an ein Südfenster, denn dort gibt es am meisten Sonne. Kleinere Pflanzen können sogar direkt auf die Fensterbank.

2. Was ist indirektes Sonnenlicht?

Indirektes Sonnenlicht ist – wie der Name schon sagt – gefiltertes Licht. Pflanzen mit diesem Lichtbedarf brauchen höchstens 5 Stunden Sonne am Tag. Sie stehen am liebsten mindestens 3 Meter vom Fenster entfernt.

3. Was ist Halbschatten?

Halbschatten ist ebenfalls gefiltertes Licht, aber die Pflanzen bekommen hier maximal 3 bis 4 Stunden Sonne pro Tag. In der Natur wachsen sie oft unter größeren Bäumen oder Pflanzen und bleiben daher meist kleiner.

4. Was ist Schatten?

Auch Schattenpflanzen brauchen Licht – aber nur gefiltertes Licht und nicht mehr als 2 Stunden am Tag. Am wohlsten fühlen sie sich in einer dunkleren Ecke des Zimmers, hinter einem Möbelstück oder neben einem Schrank.

Achte darauf, Pflanzen, die Halbschatten oder Schatten mögen, nicht plötzlich aus der Sonne in den Schatten zu stellen (oder umgekehrt), da dies die Blätter beschädigen kann.

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So testest du, wie viel Sonnenlicht deine Pflanze bekommt

1. Wähle die richtige Tageszeit

Mittags um 12 Uhr ist ideal, weil das Licht dann am stärksten ist.

2. Stell dich auf den Platz der Pflanze

So kannst du die Lichtverhältnisse genau beurteilen.

3. Schau dir deinen Schatten an

Beobachte deinen Schatten auf dem Boden. Achte besonders darauf, wie deutlich er ist. Danach kannst du die Lichtverhältnisse anhand der Schattenintensität beurteilen.

4. Beurteile den Schatten

Hier sind die verschiedenen Schattentypen und was sie bedeuten:

Deutlicher Schatten

Wenn dein Schatten klar und deutlich erkennbar ist, dann steht deine Pflanze an einem Platz mit direktem Sonnenlicht.

Erkennbarer Schatten

Wenn du ein Umriss erkennen kannst, aber die Kanten nicht ganz scharf sind, dann handelt es sich um indirektes Sonnenlicht.

Schwacher Schatten

Wenn du zwar einen Schatten siehst, aber kein klares Umriss erkennen kannst, dann steht die Pflanze im (Halb-)Schatten.

Pflanze und Licht aufeinander abstimmen

Steht eine Pflanze nicht im passenden Licht, kannst du sie natürlich umstellen. Mach das aber schrittweise, um Stress zu vermeiden. Besonders bei Ficus-Arten kann ein plötzlicher Standortwechsel zu Blattverlust führen. Bewege die Pflanze deshalb in kleinen Etappen – jeden Tag ein paar Meter – bis sie ihren idealen Platz erreicht hat.

Wie lange kann eine Pflanze ohne Licht überleben?

Kurz gesagt: gar nicht. Pflanzen brauchen Licht für die Photosynthese – dabei wandeln sie Licht in Energie und Nährstoffe um. Ohne diesen Prozess schwächen sie sich erst und sterben schließlich ab.

Wenn du wenig natürliches Licht hast, kannst du es mit künstlichem Pflanzenlicht wie LED-Lampen ausgleichen.

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